Dezember: Pastinakensuppe

Pastinaken habe ich bisher eigentlich nur als Ergänzung, z.B. in Blumenkohlsuppe, verwendet. Vor ein paar Tagen gab es dann mal reine Pastinakensuppe, und Brad und ich waren überrascht: Brad negativ, ich positiv. Der Geschmack ist schon irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber probiert haben sollte mans mal! Für mich wird es jedenfalls nicht das letzte Mal sein, dass ich Pastinaken verarbeite.

Pastinaken waren in Europa seit der Römerzeit ein wichtiges Grundnahrungsmittel, wurden dann aber besonders in Deutschland und Österreich von Karotten und Kartoffeln fast vollständig verdrängt. In anderen Teilen Europas sind Pastinaken aber weiterhin als Gemüse- und Würzpflanze beliebt. Der Geschmack bewegt sich irgendwo zwischen Sellerie und Möhren und ist leicht süßlich. Der Gehalt an verschiedenen Nährstoffen ist deutlich höher als bei Möhren.

Das Wurzelgemüse wird ab Oktober geerntet, kann aber relativ lange gelagert werden. Pastinaken sind damit ein typisches Wintergemüse. Zusammen mit Kartoffeln als Püree oder roh als Ergänzung eines Salats sind die naheliegendsten Varianten der Zubereitung, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Auch die Suppe ist wie immer ein ziemlich simples Rezept, das mir meine frisch angeheiratete Schwägerin gegeben hat (vielen Dank! 🙂 )

Zutaten

  • 700 g Pastinaken
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • nach Belieben 150 ml Sahne (ich habe sie weggelassen, war grad keine da)
  • Weißwein oder ein Schuss Essig + Wasser
  • Öl
  • Muskatnuss, Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Zwiebel, Knoblauch und Pastinaken schälen und klein schneiden,
  • Zwiebeln und Knoblauch in einem großen Topf in etwas Öl andünsten, nach kurzer Zeit die Pastinaken dazu geben
  • wenn die Zwiebeln goldgelb sind, mit reichlich Weißwein (als Ersatz Wasser mit etwas Essig) ablöschen
  • etwas einkochen lassen, dann 750ml Gemüsebrühe dazu gießen und 20 Minuten köcheln lassen
  • danach die Suppe noch pürieren, kurz vor dem Essen die Sahne hinzu geben und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken

Das Ergebnis war überraschend: Ziemlich süß, aber trotzdem sehr gemüsig und winterlich. Die Konsistenz war eher dickflüssig, deswegen hat sie auch gut satt gemacht. Da Brad die Suppe aber nicht ganz so gut fand, ist sie nicht alle geworden – die Reste habe ich einfach in einem Schraubglas eingeforen.

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4 Responses

  1. Ah das ist sie ja, die erwartete Suppe! Jetzt hab ich aber auch Appetit drauf bekommen, aber ich hab ehrlich gesagt gar nicht dran gedacht… Klingt lecker, muss ich mir gleich auf den Einkaufszettel schreiben 🙂
    (Hast du geheiratet?)

    • Möhrchen sagt:

      Ja, habs gerade noch geschafft, sie zu kochen – aber auch nur, weils im Bioladen gerade runtergesetzte Pastinaken gab 😀
      Und zum heiraten: Nein, ich noch nicht, aber mein Bruder 🙂

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