Januar: Grünkohl mit Pinkel auf Bremer Art

Unser Plan für 2014: Jeden Monat mindestens ein Rezept mit Gemüse der Saison kochen und hier vorstellen. Besonders in den Wintermonaten wird das sicher interessant, denn die typischen Wintergemüse zählen nicht gerade zu unserem Standardrepertoire. Los gehts mit einem bremerischen, ganz simplen Gericht, das Brad schon viele Jahre vermisst hat: Grünkohl mit Pinkel. Nicht lachen, Pinkel ist so eine Art Wurst 😉

Zutaten

für 2-3 Personen mit großem Appetit

  • 800-1000g frischer Grünkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Brühwürfel/Gemüsebrühe für etwa 0,5-1l
  • 250ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • etwas Öl
  • vegane Pinkel, z.B. von Bakenhus (online kaufen auf bakenhus-biofleisch.de – im Geschäft wird man so etwas nur in Nordwestdeutschland finden, keine Chance in Berlin)

Zubereitung

Grünkohl gründlich waschen und klein schneiden. In einem großen Topf kurz in etwas Öl andünsten, dann Zwiebeln, Kümmel, Gemüsebrühe/Brühwürfel und Wasser dazu tun und ca. 45min auf kleiner Flamme kochen. Immer mal umrühren. Dann die Pinkel aus der Pelle holen und oben auf den Grünkohl legen, damit sie ordentlich durchgewärmt wird. Mindestens 15 Minuten weiter kochen. Pinkel vorsichtig rausholen und auf Teller legen, dann den Grünkohl mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen Kartoffeln. Senf und ein Schnäpschen gehören auch dazu 🙂 Nicht gerade raffiniert, und ich muss gestehen, dass das Foto trotz aller Mühe, die ich mir gegeben habe, alles andere als appetitlich aussieht… – aber sehr lecker und nahrhaft. Den Grünkohl kann man sicher auch sehr gut einfrieren, nachdem er gekocht wurde. Der Kümmel soll die… öhm… verdauungsintensive Wirkung des Grünkohls etwas abschwächen 😉

Grünkohl hat von Oktober bis Januar Saison und hat seinen Ruf als sehr gesundes Gemüse sicher nicht umsonst. Neben Vitaminen, Ballaststoffen und Magnesium hat Grünkohl auch einen hohen Gehalt an Eiweiß. Ich gehe davon aus, dass ein recht großer Teil zumindest von den Vitaminen durch so langes Kochen zerstört wird, hoffe aber, dass am Ende immer noch genug drin ist. Gut schmeckts mir als Gemüse-und-Kartoffeln-Fan auf jeden Fall.

Pinkel gibts natürlich auch in Nicht-vegan, und üblicherweise schmeckt das Original ja besser als die Alternative. Laut Brads Mama soll das aber in diesem Fall nicht so sein, da man sich bei der veganen Wurst garantiert Knorpelstückchen, Fettbrocken und andere Leckereien erspart 😉 Sie ist auf jeden Fall auch in vegan sehr gut gewürzt und macht das Gericht erst zu dem, was es ist.

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