Nie wieder ohne…

img_20160221_204802-e1456669644601Manchmal frage ich mich, wie ich es eigentlich schaffen soll, mein Leben mit Hund entspannt zu organisieren und dabei Mali, mir selbst und allen anderen Verpflichtungen gerecht zu werden. Aber meistens frage ich mich eher, wie es jemals ohne Hund ging <3 Egal wie mies gelaunt ich von einem langen Arbeitstag komme, nach zehn Sekunden Begrüßung durch Mali ist alles vergessen. Nie waren Abende auf dem Sofa so kuschelig wie mit ihr, Spaziergänge niemals so voller kleiner Abenteuer und lustiger Freudensprünge. Für Brad und mich steht fest: Uns gibt es nie mehr ohne Hund!

… und damit einher geht zumindest für Stadtbewohner: Unsere Jackentasche gibt es nie mehr ohne Kotbeutel ;D Eine lästige Pflicht, an die man sich aber schnell gewöhnt. Schade, dass das zu viele andere Hundebesitzer wohl nicht so sehen… die Baumscheiben in unserer Straße sehen meist wirklich widerlich aus. Nachdem mir jedenfalls am Anfang der Beutel in der Tasche kaputt gegangen ist (sehr unschön, wenn ich es nicht rechtzeitig bemerkt hätte 😉 ), habe ich mir schnell was überlegt, um dieses wichtige Accessoire in Zukunft vor Schlüsselkanten und Zerreißproben zu schützen.

Anleitung: Kotbeutelspender nähen

Man braucht dafür:

  • Stoffrest, 34*11 cm
  • Rundöse, Lochdurchmesser 1,5 cm
  • Druckknopf
  • Hammer und/oder Nietzange

Der Spender ist schnell genäht und hat mir jetzt seit 4 Monaten gute Dienste geleistet.

  • den Stoffrest entsprechend der Skizze zuschneiden beutelspender
  • dann in der Mitte (gestrichelte Linie) falten und die nicht abgeschrägten Kanten zusammen nähen
  • das Stoffstück umkrempeln, so dass die eben genähten Nähte versteckt sind
  • an den offenen Kanten den Stoff nach innen falten und ebenfalls zusammen nähenbeutelspender2
  • nun am besten einmal ordentlich bügeln, damit die Nahtkanten schön flach werden
  • 8 cm von der Spitze entfernt mittig die Öse einschlagen
  • 4,5 cm vom geraden Rand entfernt den unterenTeil des Druckknopfes einschlagen (den mit dem Knubbel)
  • direkt an der Spitze den oberen Teil des Druckknopfes festnieten
  • das Stoffstück so zusammenlegen, dass nur noch die abgeschrägte Spitze übersteht (gestrichelte Linie, schau dir auch das Foto der fertigen Tasche an) und knapp am Rand zusammen nähen, so dass ein kleines Täschchen entsteht

Fertig! Der Beutelspender passt für handelsübliche Rollen. Die Rolle in die Tasche legen, die erste Tüte ein kleines Stück durch die Öse ziehen und von jetzt an immer dabei haben 😉

Unter anderem bei Zooplus gibt es übrigens biologisch abbaubare Kotbeutel in stabiler Qualität. Das ist kein Freibrief, sie in der Gegend liegen zu lassen, und auch kein Argument, um Beutel und Inhalt im Biomüll zu entsorgen. Doch auch bei der Restmüllverbrennung bleibt von einem biologisch abbaubaren Material weniger übrig, was später auf Deponien entsorgt werden muss.

Falls ich mal in die Verlegenheit komme, noch einmal so ein Täschchen nähen zu müssen, werde ich Fotos vom Prozess machen, um meine Beschreibung ein wenig zu illustrieren. An sich ist es aber wirklich nicht schwer und eine kleine feine Sache 🙂

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3 Responses

  1. Oke sagt:

    Vielen dank für den hilfreichen Artikel! Der Beutel-Spender sieht echt gut aus!

  2. Sabrina sagt:

    Eine schicke Idee. Ich überlege, so einen für meine Schwester zu nähen. Bei uns heißen diese Kotbeutel übrigens Gackerl-Sackerl 😀

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